Gedanken zum Leben: Ausmisten ist IN

Soviel wird derzeit geteilt zu ausmisten, loslassen, saubermachen. Es ist einfach schick es zu tun und noch viel mehr – darüber zu reden. Marie Kondo schwirrt durch Netflix und in Facebook boomen die Posts zum Thema.

So viele Jahre war genau das out. Man sah Kästen vollgestopft mit Kleidern, Kästen waren nicht genug – Ankleideräume waren der Trend, meine damaligen Nachbarinnen wetteiferten wer sich nach dem Urlaub länger Zeit ließ mit dem Auspacken des Koffers. Und ich, die schon vor 10 oder 20 Jahren gerne Ordnung hatte im Schrank, kam mir ziemlich „von gestern“ vor. Hätte ich nur gewusst, dass ich eigentlich „von morgen“ war.

Derzeit frage ich mich: Was hat das alles zu bedeuten? Wenn jetzt soviel ausgemistet wird, geschieht das, um tatsächlich mehr Platz, mehr Luft, mehr Freiraum zu haben oder ist es eine Vorbereitung auf neue Einkaufsorgien?

Hat der Konsumwahn endlich den Gipfel überschritten oder ist das nur ein Zwischenstopp? Geht es wirklich um mehr Ordnung, Klarheit und Struktur? Und das Thema, das mich als Energetikerin vor allem interessiert: Wenn jetzt endlich im Außen Ordnung geschaffen wird, kommt dann endlich bald das Innen dran, damit auch unsere Seelen wieder aufatmen können?